Gästebuch

Erfolgreiche Abzeichenlehrgänge im Herbst bei Camazo Quarter Horses

Donnerstag, 26. Februar 2015 22:26 - carmen
 
Dichter Nebel umgab die Straßen rund um Beimerstetten, als wir uns am 9. September auf den Weg zum Kurs für das Deutsche Longierabzeichen machten. Wie immer auf dem Thalhof wurden wir von Hufhund Wuschel und den Katzen bei Camazo Quarter Horses freundlich begrüßt. Auch Carmen war schon auf den Beinen und erklärte uns den Ablauf. Nach einer Theorieeinheit ging es mit viel Spaß und Freude an die ersten Trockenübungen, die zu Beginn mehr oder weniger gut gelangen. Nachdem wir gefühlte 1000 Mal die Longe aufgenommen und den Ablauf des Longierens ohne Pferd erprobt hatten, ging es ans Pferd. Mit gut ausgebildeten Lehrpferden, oder mit dem eigenen Pferd durften wir das Gelernte nun in die Tat umsetzen. Zwischendurch wurden wir mit leckerem, selbstgekochtem Essen von Carmen verköstigt. Am Ende des zweiten Tages merkte man deutlich, dass das Gelernte nun flüssiger von der Hand ging.
Eine Woche später machte sich eine weitere Gruppe ebenfalls auf den Weg zu Camazo Quarter Horses um den Lehrgang für das Westernreitabzeichen Kl. IV und III zu besuchen. Nachdem wir die Pferde auf den großen Paddocks der Anlage untergebracht hatten, starteten wir sofort mit der Theorie – laut Carmen hatten wir einen voll gestopften Zeitplan. Trotz der Menge an Stoff, die es zu bewältigen galt, kam der Spaß nie zu kurz. Carmen hatte immer ein offenes Ohr für Fragen, und erklärte alles sehr genau. Auch beim Reiten nahm Carmen sich genug Zeit, jedem die Hindernisse auf Wunsch auch nochmals einzeln zu erklären. Als irgendwann das Stichwort „Lehrvideo“ fiel, willigte Carmen spontan ein, einen gemütlichen Videoabend im Reiterstüble zu machen. Trotz des langen und lehrreichen Videoabends waren wir bei der Theorie am nächsten Morgen voll dabei. Nach diesem Wochenende fuhren wir gut vorbereitet nach Hause – dann hieß es Pauken, Pauken, Pauken.
Am 2. Oktober trafen sich dann alle, DLA und WRA, zur Generalprobe bei Carmen. Zwischen total nervösen und eher gelassenen Gesichtern gab es so ziemlich alles. In Prüfungskleidung wurden dann die Pattern durchgeritten und die Pferde longiert. Die noch ungeklärten Fragen wurden besprochen, die Theorie wiederholt und der Zeitplan für den nächsten Tag besprochen. Der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe war toll, jeder half dem anderen so gut er konnte und das brachte gewisse „Aha-Erlebnisse“.
So wie der vorige Tag aufgehört hatte, fing der Prüfungstag am 3. Oktober, an: herrliches Wetter, Pferde sowie Reiter stylen, warmreiten, letzte Flecken beseitigen und nochmals schnell etwas Theorie durchgehen. In jeder Ecke war irgendjemand mit irgendetwas beschäftigt. Während die Richter Christina Bröhl und Norbert Baur mit der Abnahme des Basispasses begannen, longierten die ersten bereits ihre Pferde ab. Im Anschluss an den Basispass ging es mit dem Longierabzeichen auf dem Außenreitplatz weiter. Nach dem Longieren wurde jeder einzeln in der Theorie geprüft. Nach dem Longierabzeichen ging es fliegend über zur Trail – Prüfung des WRA III und IV. Anschließend kam die Geländeprüfung für die  Reiter des WRA III, während fleißige Helfer in der Halle den Trail abbauten. Zurück vom Gelände folgte die Gruppenaufgabe für das WRA IV und danach die Horsemanship-Prüfungen. Zu guter Letzt mussten noch die schriftliche Prüfung und die mündliche Prüfung überstanden werden. Obwohl alle ein ziemlich gutes Gefühl hatten, wurde es kurz muksmäuschenstill, als die Richter mit den Urkunden in der Hand aus dem Reiterstübchen kamen. Bange Gesichter starrten in die Pokerface-Gesichter der Richter.
Christina Bröhl verkündete mit einem Lächeln, dass alle bestanden hatten. Natürlich war die Freude noch größer als die Richter meinten, dass sie selten eine Gruppe hatten, die so gut vorbereitet war.
Und dieses Lob möchten wir an dieser Stelle natürlich an Carmen Moll weitergeben – ohne so guten und geduldigen Unterricht wäre das nicht möglich gewesen.
Deshalb nochmals ein riesiges DANKESCHÖN!
Elena und Karola